Anfahrt

Auch dieses Jahr sind wir wieder mit unserem IONIQ nach Portugal gefahren. Dieses Mal haben wir uns etwas mehr Zeit gelassen und sechs Mal übernachtet. Auch die Strecke wurde anders gewählt. Wir sind in der Mitte Frankreichs nach Süden gefahren und dann entlang der Pyrenäen, bis wir bei Bilbao / Santander Richtung Spanien abgebogen sind.

Von Oberursel bis zum Ziel in Alvor, sind es insgesamt 2985 km gut ausgebaute Autobahnen oder Nationalstraßen. Übernachtungen sind in Troyers, Limoges, Pau, Valladolid, Almeida und VilaVicosa vorgesehen.

Am 7. Dezember ging es los. Am Vorabend hatten wir noch unseren Nikolaus-Stammtisch, der sehr gut besucht war.

Viertel nach neun sind wir zu unser ersten Etappe, nach Troyes in Frankreich, gestartet. Die Fahrt verlief ohne große Probleme. Gegen 16.00 Uhr haben wir dann im Hotel "Logis des Sources", einem Motel-Style Hotel, eingecheckt. Praktisch, dass alles ebenerdig war. Das Partnerrestaurant lag direkt neben dem Hotel, sodass wir nur wenige Schritte laufen mussten.

Haupthaus des Hotel les Sources in Troyers

Nach einer Nacht in sehr bequemen Betten und einem ordentlichen Frühstück ging es dann weiter nach Limoges. Das gebuchte Kyriad-Hotel war etwas schwierig zu finden - es gab mehrere Anschriften für die Zufahrt. Da es aber am örtlichen Bahnhof liegen musste, haben wir es dann schließlich gefunden und konnten in die Tiefgarage zum Parken einfahren. Im Restaurant konnte man hervorragend speisen. Bei uns war Fusili a la Rabiata auf dem Speiseplan.

Heute wollen wir bis Pau, am Rande der Pyrenäen kommen. Bisher hatten wir mit dem Wetter relativ Glück. Bei der Fahrt aus Limoges steht die Sonne sehr tief und blendet stark.

Nicht weit hinter Limoges haben wir dann ein einschneidendes Erlebnis, dass man sonst nur aus dem Radio kennt; auf unser Fahrspur kommt uns ein Geisterfahrer entgegen. Bis man realisiert hat, das man statt auf Rücklichter auf Frontscheinwerfer blickt, vergehen zwar nur Bruchteile von Sekunden aber eine Reaktion erfolgt prompt. Glücklicherweise war links neben uns kein Auto und wir konnten ausweichen. Das Fahrzeug war bis auf ca. 50 Meter herangekommen.

Unser Schutzengel war also an Bord. Was hinter uns passiert ist konnten wir dann nicht mehr verfolgen, da es über eine Kuppe ging. Wir hoffen es hat keinen erwischt.

Die weitere Fahrt verlief dann ohne weitere Zwischenfälle. Da das Atlantik Hotel kein eigenes Restaurant hat sind wir in die nahegelegene Pizzeria, die eine große Auswahl an Pizzen hat.

Von Pau aus geht es über die Pyrenäen. Unsere Befürchtungen vielleicht in Schnee oder Schneeregen zu geraten bestätigen sich nicht. Bei 9 bis 13 Grad kommen wir schneefrei über die Passstraßen. An der Grenze von Frankreich nach Spanien herrscht ein riesiges Chaos. Hunderte LKW stehen Kreuz und Quer vor dem Grenzübergang. Es ist kaum ein Durchkommen. Keiner weiß so richtig was los ist. Die Guardia Civil hat 2 Busse mit Einsatzkräften angekarrt. Was die da wollen ist allerdings unklar. Auf jeden Fall mussten wir uns ca. eine halbe Stunde gedulden, bis wir das Chaos hinter uns hatten.

Bis nach Valadolid, unserm Übernachtungsort, hat es immer mal geregnet, aber im Großen und Ganzen sind wir gut voran gekommen. So gegen 15.00 Uhr haben wir im Sercotel eingecheckt.

Ab Valladolid sind wir noch bis kurz vor der portugiesischen Grenze auf der Autobahn gefahren. Da der Sprit in Spanien ca. 20 ct. günstiger ist, haben wir in einem kleinen Ort vor der Grenze noch mal getankt. Die Strecke führte durch die Berge und über einen Staudamm, der die Grenze bildete.

Über teilweise sehr schmale Wege die ständig auf- und ab führten und auch sehr kurvig waren sind wir dann in Almeida angekommen. Die Hotelanschrift die bei Booking.com angegeben war führte uns noch ca. 20 Km weiter in einen historischen Ort mit engsten Gassen, die wir zum Glück Kratzerfrei überstanden haben. Hier konnte unser Hotel , das Fortaleza, nicht sein. Aus dem Straßengeschlängel hat uns schließlich ein Handwerker, der an einer Baustelle stand, herausgeführt. Er ist vor uns hergefahren und hat uns aus dem Ort gelotst.

Wir haben uns dann entschlossen, nach Almeida zurückzufahren, wo wir an einem Kreisverkehr das Fort gesichtet haben und dann zur richtigen Anschrift gefahren sind.

Scheinbar waren wir die einzigen Gäste in dem riesigen Hotel. Zwei junge Männer (Lehrlinge?) waren sehr hilfsbereit und haben uns mit unserem Gepäck geholfen. Für unser Abendessen wurde extra die Küche in Betrieb genommen und wir konnten die normalen Gerichte von der Speisekarte ordern. Unser Frühstück konnten wir individuell bestellen. Alles, was wir auf einer Frühstücksliste angekreuzt haben, wurde am anderen Morgen serviert.

Heute haben wir geplant über die Landstraßen zum nächsten Zwischenstopp zu fahren. Die Route führt über die Serra da Estrella, einem bis zu 2000 Meter hohen Gebirge. Über schmale Straßen, die wie im Gebirge üblich, von 8 % Gefälle bis 8 % Steigung reichen und serpentinenartig verlaufen, führt die Fahrt. Entsprechend langsam kommen wir voran. Mittagspause machen wir unterwegs in einem kleinen Lokal, vor dem viele Autos parken. Hier muss das Essen gut sein.

Das Lokal wird von drei älteren Frauen geführt. Die Verständigung ist etwas schwierig, aber, ob wir portugiesisches Essen wollen, das verstehen wir. Und dann wird aufgetischt. Brot, Butter, Reis, braune Bohnenkerne und eine große Platte mit "Cozido a Portugesa" einem Eintopf. Neben Kartoffeln, Karotten, Weißkraut werden unterschiedliche Fleischsorten (Rindfleisch, Schweinebauch, Dörrfleisch, unterschiedliche Würste, Schweinefüßchen, Schweineohren) verwendet. Lecker wars, aber nichts für Leute, die fettarm essen. Der Kaffee zum Abschluss des Essens wird dringend benötigt. Für das Ganze haben wir inkl. Getränke 30 Euro bezahlt.

Die Fahrt bis zum Ziel, der Pousada Convento de Vila Vicosa, dauert länger wie vermutet, da Regen und tief hängende Wolken zusätzlich die Sicht behindern.

Die Pousada ist ein ehemaliges Kloster, dass zu einem 4 Sterne Hotel ausgebaut wurde. Das sehr freundliche Personal hilft mit dem Gepäck. Ein großes Zimmer, in dem ein Teller mit Obst und Wasser bereit steht, ist das Nachtquartier.

Im Restaurant genießen wir ein sehr gutes Abendessen.

Unsere letzte Etappe wollten wir eigentlich weiter auf den "kleinen" Straßen fahren, aber aufgrund der Wettervorhersagen, die in der Serra da Estrella Schnee und starken Wind ankündigten, haben wir dann doch lieber die Regionalstraßen (IP) und Teile der Autostradas genutzt. Wir hatten erstaunlicher Weise aber gutes trockenes Wetter. Gegen 14.00 Uhr sind wir dann an unserem Apartmenthaus angekommen. Nach ca. fünf Minuten kam ein junger Mann und schloss die Reception auf. Er erklärte uns alles und zeigte uns, wie wir in die Tiefgarage kommen um unser Auto zu parken. Mit dem Apartment haben wir es ganz toll getroffen. Die Räume sind groß und modern ausgestattet, das Badezimmer ist ein Tanzsaal und wie für uns gemacht ist der Aufzug direkt gegenüber unserer Eingangstür - besser geht nicht.

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